Kirche, Natur, John Wayne und die Wasserfrau – meine erste öffentliche Rede als Huppicke

ja, Wenden ist meine Heimat und ich freue mich, dass meine allererste solo-Ausstellung in dem schönen Treppenhaus des Rathaus stattfinden darf.

Meine Heimat ist Wenden und es ist mir wichtig, denn es hat mich geprägt. Besonders geprägt  – treten Sie vors Rathaus und schauen nach links – die Kirche.  Und sie brauchen nicht viel länger laufen und Sie finden die wunderbare Natur um Wenden herum. Unsere Kirche unsere Natur.

In der Kirche fand ich als Kind Malerei, Bildhauerei, Architektur, Poesie, Musik als meine Zuflucht. Ich hing gerne allein dort ab, dann konnte ich mir ungestört alles anschauen. Viele Male bin ich in den Fastenzeiten an unserem Kreuzweg entlang gegangen und habe die Bilder auf mich wirken lassen, sie sind im Stil alter Meister gemalt. Damals fand ichs verwirrend, dass der fiese Schächer mit dem Speer eine Hose in der selben Farbe trug wie John Wayne wenn er die hilflosen Fräulein der weiten Prärie rettete, liebe aber seitdem seltsame Verbindungen. Hauptsächlich aber, Damals hat mir das Wort dafür gefehlt, ich habe mich „erbaut“ gefühlt, d.h. was in mir sich unangenehm und unpassend anfühlte wurde genommen und umgebaut um dann leichter, erträglicher zu sein. Jeder Mensch hat solches in sich, mehr oder weniger bewusst.  Meine Definition von Kunst ist daher – es packt mich, es hält mich, betört mich, es wandelt mich, es zeigt mir, manchmal gegen meinen Willen, wer ich bin, wer ich sein will, was ich bewegen möchte und was mir gleichgültig ist, es bringt mich bis an meiner Sehnsucht Rand. ES – nicht sie, die Kunst, es, das, das auch durch Kunst wirkt. Klingt jetzt etwas Harry Potter-haft. Aber viele Menschen tun ja auch so, als sei kunst voldemort – der nicht genannt werden darf. Und damit komm ich zurück zum zweiten Einfluss.

Der zweite Wendener Einfluss ist die Natur, die sichtbare, anfassbare Schaffenskraft. Sie, die überall ist. Ich liebte es allein umherzustreifen, besonders an Sommertagen mich quer durch den Wald zu schlagen. Die wundervolle Farbpalette eines heißen Sommertages im Wald! Manchmal hatte ich die Blockflöte dabei und Bücher. Ich kam mir sehr romantisch vor noch bevor ich je von der Romantik Eichendorff, Caspar david Friedrich, william blake gehört hatte Die Erinnerung daran finden Sie auf dem Bild Ecotone ein Stockwerk tiefer.

Wenn Sie mir gestatten es frech zu behaupten: Ich zähle meine Bilder zum magischen Realismus, auch wenn ich kunst nicht studiert habe und daher ja vermutlich kein Anrecht auf Einordnung in die kunstgeschichte. Ihnen zugrunde liegt immer der Versuch mir selbst eine Geschichte zu erzählen oder eine meiner Lebensgeschichte umzuschreiben. Sie finden kurze Hinweise neben den Bildern, mit denen Sie evtl. wenig anfangen können. Es sind ja auch meine Geschichten, die ich da andeute. Und da ich nun von Geschichten spreche – meine Kunst entsteht als Intentional Creativity. Ich bin Mitglied der Intentional Creativity Guild, deren Ziel unter anderem ist Frau und Mädchen und die Männer die Frauen und Mädchen achten und lieben mit Kreativität zu selbstliebe, Selbstachtung und Selbstausdruck zu ermächtigen. Intentional Creativity, das Malen ist ein Mittel für Selbsterkenntnis und zur inneren Stärkung gedacht, eine Entscheidungshilfe dafür zu sein, die man wirklich ist und welche geschichten man sich selbst über sich selbst erzählen möchte. Schaffensabsicht, Selbsterforschung, Vorstellungskraft und Einsicht sind die metakognitiven Stationen im Schaffensprozess die zu all diesen Bildern geführt haben.

Ich bin nicht bitter über die Witze über Frauen über 50, die mit dem Malen anfangen, über Kommentare, dass Bilder häßlich, esoterisch, langweilig, zu schön seien.  Aber ich bin bitter über jede einzelne Frau, die ihre Kreativität unterdrückt, weil sie solche Kommentare schonmal gehört hat, die glaubt ihre Form der Kreativität sei unwichtig und frivole Zeitverschwendung, nicht nützlich.

Wenn das eine oder andere Bild Sie beim betrachten anspricht, dann wäre ich froh, und wenn es sie dazu bringt zu Papier und Farbe zu greifen, wäre ich noch froher.  Aus meinem Atelier hinaus ins Wendener Rathaus und vielleicht sogar irgendwann zu Ihnen nach Hause fände ich wunderbar für meine Bilder, für die Bewegung der Kreativität mit Absicht Selbstausdruck.

Wer von den Wendenern hier noch keine Wasserfrau im Wendebach gesehen hat, der hat am stillen Sommerabend noch nicht lange genug hineingeschaut und dann gezeichnet. Ist aber nicht schlimm – heute haben Sie ja erst mal meine Bilder. Ich hoffe Sie haben nun Freude daran.

Die innere Kritikerin und die innere Muse

Ich muss gestehen, eigentlich finde ich das Wort Muse nicht sehr ansprechend. Denn augenblicklich steht mir vor Augen: ein männlicher Künstler – und die Frauen seiner Umgebung entweder Dienstpersonal oder Musen (oder beides), je nachdem wie attraktiv ihr Aussehen. Manche Maler haben eine Dauermuse, manchmal ständig neue. Es sind reale Frauen und sie haben sich anschauen und abmalen lassen, manchmal, wie verrucht, nackt, oft auch nicht, jedenfalls sind sie selbst NICHT kreativ. In manchen Fällen wird ihre Kreativität sogar aktiv unterdrückt und verschwiegen. Schönes Leben für die Musen.

Bei Intentional Creativity wird das Wort Muse nicht so verwendet. Es geht zwar ähnlich wie die Muse des Malers zurück auf die griechischen Göttinnen der Künste und es deutet auch auf die hin, die die Künstlerin inspiriert, doch sie ist kein Wesen außerhalb sondern sie gehört zum Ich der Künstlerin. Sie ist die innere Stimme, die ungeheuer kreative Ideen hat, die starke leidenschaftliche Sehnsüchte und Bedürfnisse hat, die wild und rücksichtslos, sanftmütig und gütig sein kann und häufig sehr gefühlvoll und völlig unberechenbar ist – und deshalb in unsere heutige Welt nicht mehr gut hineinpasst.

Stattdessen haben gerade wir Frauen uns lieber eine innere Kritikerin zugelegt. Sie kommentiert alles was wir tun unaufhörlich, gerne sehr negativ. Sie vergleicht, macht schlecht, ist schlecht gelaunt und wählt sehr sehr gemeine Worte. Sie hat die Fähigkeit mich zum Weinen zu bringen und macht mich so fertig, dass ich mich nur noch betäuben möchte. Mit Schokolade, oder Binge-Watching. Aber sie bringt mich auch dazu mich anzupassen, Dinge zu schaffen, die Anerkennung bringen und für andere pflegeleicht zu bleiben. Denn eigentlich ist sie die pure Unsicherheit.

Intentional creativity hat folgende Theorie: Unsere innere Stimme ist eigentlich unsere Muse. Diejenige die direkten Kontakt zu unserer Seele hat, die Zugriff hat auf alles Gesehene, Erlebte, also auch Kontakt zu allen Ebenen des Ichs. Aber sie hat ihre eigene Sprache. Die Kreativität. Nur wenn wir sie hegen und pflegen mit kreativem Selbstausdruck und nur wenn wir sie unterstützen und ihre Anregungen aufnehmen, dann habe wir auch die weise, wissende Unterstützerin, die beste Freundin in unserer Muse.

Lehnen wir sie aber ab, vertrösten sie und wollen so gar nicht auf ihre Bedürfnisse eingehen, dann wird sie verbittert und verwandelt sich langsam in die Kritikerin. Da wird uns ihre ganze Macht bewusst, sie macht uns das Leben schwer.

Das gute ist: Man kann den Prozess wieder umdrehen. Indem man die innere Kritikerin mit Güte behandelt und indem man kreativ wird und tut, was man (die Muse) schon immer mal seit früher Jugend ausprobieren wollte. In Intentional Creativity haben wir Workshops um die Musenhaftigkeit der inneren Stimme hervorzulocken. Besonders geeignet um herauszufinden oder zu erinnern, was man seit Jugendzeiten wirklich mal gerne ausprobiert hätte und besonders geeignet für Frauen, die gerne malen würden, aber glauben, sie können es nicht.

Intentional Creativity ist nicht Malen nach Zahlen

Jeder Knochen ist ein kreativer Knochen. Every bone is a creative bone.

Das sagen die Künstlerinnen Sue Hoya Sellers und Shiloh Sophia McCloud so.

Meine Knochen nicht – sagst du vielleicht. Ich hab das nicht im Blut. Ich bin durch und durch unkreativ, ich kann das einfach nicht. Schon Malen nach Zahlen damals als ich 10 war ging immer schief. Mir kommen auch keine Ideen, ich bin nicht originell.

Lass uns kurz jeden Satz anschauen:

Mir kommen keine Ideen, ich bin nicht originell. Sicher? Oder ist es vielleicht eher so, dass du ein bisschen aus der Übung bist beim Träumen, weil deine innere Stimme immer sofort sagt: Sowas malen ist doch Quatsch/wertlos/kindisc/unmöglich/eingebildet… du weißt schon, was sie sagt. Man muss nicht von Inspiration und Einmaligkeit reden – du bist du! Das ist Einmaligkeit genug! Fang einfach mit abstraktem Malen an und schau, was du dann darin siehst. Von da aus geht es weiter. Niemand ist wie du, niemand denkt wie du, niemand assoziiert die gleichen Sachen (oder vielleicht doch – yay – dann hast du eine Mal-Kumpelin gefunden!)

Schon Malen nach Zahlen ging immer schief. Okay. Hast über die Linien gemalt? Oder dich bei den Farbnummern vertan? Hast du etwa auch nur mit Schablonen gezeichnet? Nicht schlimm. Oder doch schlimm, wenn das dazu geführt hat, dass du dich für nicht kreativ hältst. Ganze Generationen hat Malen nach Zahlen vom Experimentieren und fröhlichen drauflosmalen abgebracht. Schade, und wahrscheinlich auch nicht so gemeint. Intentional Creativity-Malen in Acryl ist kein Malen nach Zahlen. Es gibt keine Vorlagen und auch keinen nummerierten Farbplan. In einem Workshop male ich zwar vor aller Augen und gebe einzelne Schritte vor, aber was glaubst wie unterschiedlich 5 Frauen die Anweisung ausführen: „Wir suchen uns 3 Farben aus und malen mit der ersten große Kreise, mit der zweiten füllen wir die Kreise in groben Strichen aus und mit der dritten füllen wir alles weiß, dass übrig geblieben ist“. Und obendrein ermuntere ich auch noch zur Rebellion: „Ihr könnte auch gerne andere Symbole malen, welche auch immer euch vorschweben.“ Kein Bild wird wie das andere und von keinem wird gesagt: so ist es richtig, so ist es falsch. Du kannst das. Bei den Dingen, die du schwierig findest, folgst du meinen Worten und Pinselstrichen.

Ich kann das einfach nicht. Bitte programmier dich doch nicht so negativ. Ich pflegte früher immer zu klagen: Wenn ich einen Kreis malen will, wird es ein Ei und wenn ich ein Ei malen will wird es ein Kreis. Guck in der Galerie. Meine Eierkreise und Kreiseier halten mich nicht ab kreativ zu sein. Wir machen ja auch keinen Fotorealismus. Ist das Ei zu rund korrigieren wir das oder lassen es sein wie es sein will.

Ich bin durch und durch unkreativ. Aha. Ich wette, du hast ein kreatives Hobby. Zimmer dekorieren? Gartenarbeit? Hübsche Postkarten schreiben? Tidy up a la Marie Kondo im Kleiderschrank? Den Tisch festlich decken? Eine Party schmeißen? Oder sogar: Als Beamtin den Bescheid so formulieren, dass der Bürger nicht nur alles versteht sondern sogar Mut fasst Widerspruch einzulegen? Jeder kann irgendwas ein bisschen netter, bunter, ordentlicher, unordentlicher machen – soviel Kreativität reicht aus!

Ich hab das nicht im Blut. No creative bone – ich verstehe. Vielleicht magst du das Gedicht Ode an meine Schwester von Wislawa Szymborska lesen. Kreativität muss nicht vererbt werden. Kreativität kann auch eine Spontanmutation sein. Oder man „infiziert sich“ bei einer unbekannten Kreativen. Ich geb’s gerne weiter. Hatschi!

Intentional Creativity ist für die Anfängerin geeignet. Bald habe ich ein Freebie für dich. Komm wieder, damit du es dann ausprobieren kannst.

Layers – Farbschichten – Malen nach der Color of Woman-Methode

Intentional Creativity wirkt mit allen Kreativitätstechniken. Beim Malen mit Acrylfarben auf Leinwand hat sich eine gewisse Abfolge der Schritte bewährt – die Methode heißt Color of Woman – Farbe der Frau, da sie von Shiloh Sophia McCloud für Frauen, die sich nach innerer Ruhe, Heilung und nach Selbstfindung sehnten, entwickelt wurde.

Color of Woman ist eine Malmethode, mit der schon AnfängerInnen überzeugende Ergebnisse erzielen können. Erfahrene Malerinnen und Künstlerinnen wandeln die Methode natürlich komplett nach ihrem dafürhalten ab. Das Handwerk der Malerei ist nur Instrument für die Ausdruckskraft der Seele. Aber so viel Übung braucht es gar nicht. 🙂

Hier ein Bild, das nach den 13 Schritten der Color of Woman – Methode entstanden ist. „The Artist – Formgeberin/Bedeutungsbringerin“

Die Absicht, die Selbstbefragung, die erste Farbschicht:

Das Portal und der Schlüssel:

Sie erscheint. Skizze/Outlines – die Linien:

Farbflächen und „mind the glow“:

Weitere Farbschichten/-flächen, Symbole:

Farschichten, Layers, Details, Schatten, Lichter, vor und zurück, und dann:

„The Artist – Formgeberin/Bedeutungsbringerin“

Bildausschnitt. Das Unterbild scheint durch:

Wie ist man absichtlich kreativ? Wie geht Intentional Creativity?

Blöde Frage?

  1. Ich nehme mir vor kreativ zu sein, zu festen Terminen oder jeden Tag 15 Minuten und dann mach ich was. Absichtlich kreativ gewesen. Oder
  2. Ich habe eine gewisse Absicht und plane wie ich mein Ziel erreichen kann. Z.B. bessere Portraits zeichnen oder abstrakt malen oder eine neue Mixed Media Technik erlernen (Online-Kurs?), meine Produktivität steigern – es gibt Absichten wie Sand am Meer/wie Menschen auf der Erde.
  3. Oder alle sagen: „Du kannst das nicht. Sieht Scheiße aus.“ Aber ich mach es trotzdem. Weil es mir Spaß macht. Die können mich mal. Ich bin nicht mehr fahrlässig sondern vorsätzlich kreativ. Kreativität mit Absicht (grob fahrlässig mindestens!).

Nicht ganz so. Aber auch gut.

Die Wasserfrau im Wendebach, Detail

Intentional Creativity jedoch geht so:

Ich bereite mir Platz fürs kreativ sein und mache mir den so schön wie möglich. Ich schaffe einen kleinen Altar zu meiner Seite, der mich daran erinnert, woran ich glaube oder glauben möchte. Ich segne Leinwand und Farben in einem kleinen Ritual. Ich frage mich, erforsche mich, was meine Absicht für dieses Kreativprojekt ist und schreibe die Frage oder die zu prüfende Feststellung auf, oft auch direkt auf die Leinwand. Ich arbeite in Schritten auf der Leinwand, die immer mal wieder auf diese Frage zurückweisen und das fertige Bild gibt mir eine Antwort auf die Frage, die mir meist gefällt, manchmal aber auch nicht, was dann zur Frage nach Lösungen führt und mich weiterarbeiten läßt, mit neuer Kraft und Achtsamkeit. Meine innere Stimme ist meine Muse, nicht meine Kritikerin. Ich fühle mich bereichert und mit der/dem allmächtigen SchöpferIn/der Schaffenskraft an sich verbunden. Mein eigenes Bild inspiriert mein Leben, meine Gedanken und Gefühle.

Die Wasserfrau im Wendebach, Detail

Was ist Intentional Creativity?

Kreativität mit voller Absicht, Kreativität ‚begehen‘, absichtlich kreativ und mit bestimmter Absicht kreativ sein.

Durch alle Zeiten hindurch waren Menschen mit voller Absicht kreativ. Sie versuchten und versuchen noch heute ihre Umwelt, ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen abzubilden, umzubilden und neuzubilden. Sie nutzen ihre Schaffenskraft um ihr Leben und das Leben anderer zu verbessern, zu verschönern oder auf irgendeine Weise zu vervollkommnen.

Mein Lehrer-Demo-Bild und ich , nach dem allerersten Workshop. Froh.

Intentional Creativity sieht sich in dieser Linie. Ob die Kunstwelt dann die Ergebnisse als Kunst definieren kann oder sie nur belächelt, spielt keine Rolle. Den Zweck und Ziel sind nicht Verkaufswerte, Prestigeobjekte, gehypte In-Produkte sondern – Verbindung. Die eigene Seele spüren, andere achten, das Leben vollumfänglich kosten und Erfahrungen verarbeiten oder auskosten… all dies ist der Zweck von Intentional Creativity. Die eigene Lebensgeschichte selbst schreiben und nicht schreiben zu lassen, die eigenen Erlebnisse, Gefühle und Gedanken selbst deuten – in einer Weise, die mich wachsen läßt und stark macht. Dabei hilft Intentional Creativity.

Color of Woman ist eine Methode in 13 Schritten zu malen. Die 13 Schritte beziehen sich dabei nicht nur auf das Handwerk – sondern auch auf die innere Arbeit: Was bewegt mich? Wie finde ich Zugang? Wie möchte ich diese Geschichte erzählen?

In meiner Ausstellung, die am Sonntag, den 1. März 2020 im Rathaus in 57482 Wenden eröffnet wird und den ganzen März zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen ist, zeigen über 20 Bilder „meine“ intentional creativity. Zu einigen Bildern habe ich einen kurzen Text über den Hintergrund geschrieben. Bei anderen hängt die ‚Neuigkeit‘ oder die ‚Nachricht‘, die ich nach Abschluss des Bildes durch Betrachtung erkannte.

In den kommenden Tagen berichte ich noch mehr.

Sie vertraut ihren Kräften, 2018 – Bild entstanden zur Vorbereitung auf ein Workshop

Disclaimer: Ich habe nicht Kunst, Kunsttherapie, Psychologie oder Sozialpädagogik studiert. Dies ist keine therapeutische Ausbildung. Ich bin auch keine Schamanin. Ich nehme Intentional Creativity als Instrument des Bei-mir-selbst-seins und des Zusammenseins mit anderen.

Story of a painting „Andrea’s Angel“

Story in which the artist first deals with an inexplicable inner sadness and then copes with a catastrophic life event. Or doesn’t cope.

Here is my painting that I started almost exactly a year ago:

Andrea’s Angel

Advent was coming and I wanted to spent the time painting a special painting, my door towards opening myself to the light. The coming of the light. I had a sadness in my heart that I could not suppress, but sensed with my whole body and was able to name „longing“. A longing for something that I longed for every christmas but was never able to give myself.

This time I would not go the easy way and blame others: my family for not being interested in mom’s spiritual practice related suggestions, the job for being extra stressful, people for being focused on the stress and gift buying, people looking down on me for having spiritual longings. And I would not go the hurtful way of blaming myself: for not being enough, for not doing enough, for not doing right what I do and for all those feelings that I should not feel.

I wanted to be intentional and creative and paint about my grief and started with the inquiry: Show me what I need to experience Transcendence, the Divine, God.

I painted. It helped with the grief. It helped with finding a direction: Go where the light and warmth is.

Until I liked what I saw and wondered how to proceed and life happened and I forgot about calm and silence and comfort in painting.

When I stop painting and realize that I just do not know how to go on (mostly because I am attached to what I see on the canvas) then I start another painting. I call it a companion canvas. Whenever it is painting time and I know I cannot go on I go on on that canvas. So I painted the three holy magi of Hünsborn. But when they were done, I still didn’t know how to go on. Christmas was over, the light hat returned. The promises of new year resolution were still lingering.

Then february came and my friend Andrea died from an aneurysm in her head.

When I received the message of her breakdown the Angel of Advent was standing in the dining room and witnessed my shock. She witnessed my prayers for Andrea’s healing, she witnessed my dreams and fantasies about recovery and how I could be of help then. And she witnessed me learning of Andrea’s condition getting worse and worse until she was braindead and the maschines were put out. And she died.

I think in the moment her husband told me that she had suffered several strokes and she was dead but could not be declared dead until some medication had been processed and was not measureable in her body anymore – then I shut down.

I saw she was dead. I was at her funeral. I visit the family. I see her empty office room. I witness how she is missed everywhere. And I see how everybody moves on and me too. Except, some of us maybe don’t.

Oh. This is when the tears come.

I have decided that this is Andrea’s Angel. And that the Angel probably is not really sad on her behalf but on us. And this is not a project of some weeks, or months, or one year. I will not paint on, until I am able to move on in regard to Andrea. I do not mean forget her, forget the sadness, or getting over it. I mean my faith.

I believe in seeing her again. After death. Beyond place and time. Or in a new place and time beyond what we earthbound creatures can imagine. Or maybe like we imagined. I want to believe. I feel my fear that it may not be so. Yes, there is a place of fear in my heart. I can paint on when I really enter that place of dark fear to fill it with the light. Too weak now. Working on strength and bravery.

But I realized what my christmas sadness is about: It is about not savouring life enough. Not celebrating darkness enough, neither light. Not nourishing myself with moments of complete stillness. Neither with sisterhood. It is about walking through the hours, days, weeks and much of my life without connection. To my soul, to sisters, to God.

This is this christmas’s theme: The light and warmth of the Red Thread of Connection.

A Pilgrim of the Hours – Day 4 of To let the bared soul recall

Intentional Creativity in action! 🙂

Here I left on the Day 3:

My dear cousin who had spent his vacation in Corsica threw „Our Lady of the Snow“ in.

I had to google it. Oh. He had sent me a photo and I found her beautiful but it didn’t speak that much to back then. Now I am intrigued. The cloak is so beautiful!

And when somebody suggested putting some of yesterday’s mist onto the canvas, I got some white paint on the palette and ‚followed the brush‘. I told my brush to search her in my painting. And the brush found our Lady of the Snow:

A Woman made of mist. Seen but not fully grasped. Sheltering what or who she is holding to her breast. Milky lines radiate out – she nourishes with fresh cold winter air.

A song from a-ha comes to my mind, ‚Stay on these Roads‘, with the line: „Cold has a voice. It talks to me.“

But this cold is comforting.

Love helps me stir the boat of My life through the mists.

I always loved mist. Especially the one who turns the sun into a big white ball, that you can look at without hurting the eyes. Oh. This painting will need a white sun tomorrow.

After paiting in the warming sunlight of mid afternoon, I return at vespers time, dusk turned into darkness: „From henceforth all generations shall call me blessed“.

Day 3 of To let the bared soul recall…

Intentional Creativity in action! 😉

Here I left yesterday. Feeling ambivalent. I am ready for christmas and light and peace and oh Glory and I get this mess?

Hm. I had tried to lighten everything up and bring some positive vibe into the painting when I chose that yellowish colour. But yellow can be just as messy as black and a stained heart.

In the morning I pray the prayer of dawn by looking at this, letting it in.

In the late afternoon I sit down again. Milky mist at my right side soon to turn into a black darkness. So much darkness.

A friend suggests: „Phthalo blue“.

Yay! One of my favourite colours. The blue note of darkness. I didn’t know whether I saw boats or birds but the passing of the day has solved this problem: I am sure I want boats. I am going to do them in phthalo blue. The barques of midnight darkness I murmur and these words ruminate in my mind. What do they carry? Where do they swim? Where come from, where go to? Maybe they are flying. I love the idea of flying boats. Phthalo blue is the blue of darkness. The good darkness, the one that stills the thirst.

My dear Cousin asks for a star on a thin line:

Another Intentional Creativity teacher suggests a daisy for innocence:

Oh, I got problems with the daisy. I want a really big one. Like a mast on the boat. Try sketching it in in charcoal. Oh no. Not good. Here? No. There? No. I put away the charcoal. It is going to be a little daisy, falling down onto a boat. so the symbol for innocence will be very small on my painting. Why, I wonder? Innocence never was a word that resonated. It was a word that I rejected, would not fit in my world. Do I paint the daisy small because I reject it again.

Maybe I do not really know what innocence means, only assume that I know. Ah. I take that with me. What means innocence to me? I will sleep over this and know something new about myself tomorrow.

The End of Day 3:

The black owner of worlddominionship grants me to leave: