Is there a soulmate?

Hast du einmal eine Seelenkameradin getroffen? Seelenkameradin in dem Sinne, dass du sofort spürtest, dass ihr dafür bestimmt wart euch zu treffen – miteinander sofort verbunden. Was hast du aus dieser Beziehung gelernt, was hat sie dir geschenkt?

Das ist der sechste
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Superpowers -Workshop

Wenn ich zurückschaue – dann sage ich klar und fest: Keine Ahnung! Ich weiß nicht, ob ich an Soulmates glauben soll. Ich hatte zweimal Freundinnen, von denen ich damals fest glaubte, sie seien Kameradinnen meiner Seele. Meine beste Freundin in der Zeit von 4Jahre bis 11 Jahre und eine andere, dann auch beste Freundin in der Zeit von 14 Jahren bis 25 Jahre. Ich konnte mir damals nicht vorstellen, jemals ohne die Freundin zu sein. Aber es ging auseinander, es tat sehr weh und es hat mich lange Zeit beeinflusst.

Blicke ich zurück finde ich nun, nach all den Jahren: meine Sandkastenfreundin war keine Seelenkameradin, sie hat all die Jahre brav mitgemacht, was ich, die ein Jahr ältere, gerne machen wollte, aber sie hat nie so daran gehangen, mit demselben Gefühl, wie ich.

Und die Schulfreundin – rückblickend merke ich, wie ich  mir etwas vorgemacht habe, wie unterschiedlich wir waren, welche Themen wir vermieden haben, wozu ich alles geschwiegen und mich angepasst habe.

Nein. Keine Soulmates. Aber im Sinne der Frage – war es vorherbestimmt, dass wir uns trafen? Ja. Nein. Jein. Keine Ahnung!

Was glaube ich? Dass solche Dinge vorherbestimmt sind? Begegnungen. Dass sie es eben nicht sind? Nur Zufall?

Weil ich mir wünsche, dass das Leben Sinn hat und Sinn macht, denke ich, dass egal ob vorherbestimmt oder nicht und egal ob Soulmate oder temporarily chosen mate in diesen Freundschaften Sinn steckt. Wir lernen etwas, wir geraten in eine Richtung, wir erleben mit einem Menschen eine Bandbreite an gefühlen, wir erkennen durch unser Gegenüber wer wir sind und wer wir sein möchten, manchmal auch trotz unseres Gegenübers, dann lernen wir in der Rückschau. So geht es mir.

Gott, mein Vater meine Mutter, danke für diese Freundinnen! Ich habe sie so geliebt. Es hat mich verletzlich gemacht. 

Ich glaube nicht, dass es eine Soulmate für mich gibt. Vermutlich, weil es für mich nach einer Nähe klingt, die ich mit Enge verwechseln würde.

Geschenkt wurde mir: Das Gefühl zu jemanden zu gehören – lange Zeit.

Gelernt habe ich: Menschen sind anders als ich sie wahrnehme. Menschen nehmen mich anders wahr als ich mich selbst sehe. Sich selbst verbiegen rettet nichts.

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