Ink and Honey und das schöne Herz

Überall das Kreuz

Innerhalb einer Woche habe ich das Buch „Ink and Honey“ von Sybil Dana Reynolds gelesen. Sie ist eine Bischöfin der katholischen Kirche.

Wie bitte?

Sie ist es natürlich nicht. Denn die katholische Kirche erlaubt die Weihe von Priesterinnen nicht. Das Sakrament der Priesterweihe steht nur Männern zur Verfügung. Tapfere Frauen wollten das nicht hinnehmen. Sie ließen sich zu Priesterinnen weihen. Ich habe schonmal vor Jahren davon gelesen. Wenn ich das recherchiert habe, dann berichte ich. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Frauen exkommuniziert wurden, d.h. in den Augen der Kirche nicht mehr zur Kirche gehören. (seufz)

Ink and Honey ist die von den Beginen inspirierte Geschichte einer Gruppe von Frauen, die einen eigenen Weg suchen in schwesterlicher Gemeinschaft Gott in Gebet und Tat zu dienen.

Himmlische Schwester, irdische Schwester

Ich liebe das Buch. Es ist so gar nicht reißerisch geschrieben. Man hätte es so spannend machen können, doch hauptsächlich geht es um die Spiritualität der Schwestern von Belle Coeur – die ihrem geliebten Jesus, seiner Mutter und der Weisheit Gottes, Sophia, dienen möchten. Unter Anwendung des Wissens um die Reiche und Gnaden der natürlichen Schöpfung.

Doch, es gibt misstrauische Nonnen, missbrauchende Väter, ein Mädchen bei einem Mönch vor Mönchen versteckt, Naturmystik und Magie, Inquisition, Angst vor Hexen, Verfolgung, Vergewaltigung und viel spannendes, entsetzliches, reißerisches mehr. Doch das Buch ist nicht reißerisch. Die Dinge werden genannt, kurz beschrieben, nicht ausgekostet. Kein Suhlen im Skandalösen! Ausgekostet wird die Schönheit der Gemeinschaft, der Liebe, des Zusammenhaltes, der Gotteserkenntnis in und durch seiner eigenen Schöpfung – es hat mich, ja, erbaut. Es brachte mich mit jeder Lektüre dazu Gott zu preisen, zu danken, Liebe zu spüren, Sehnsucht.

Am schönsten die Beschreibung der Kathedrale von Chartres. Wie unglaublich sie auf die damaligen Menschen gewirkt haben muss.

Das Buch hat mich auf meine Sehnsucht zurückgeworfen: noch im Leben Gott zu begegnen, Gott als Vater und Mutter zu erfahren, Schwesterlichkeit zu erfahren und mein Leben in Achtsamkeit und Gottesgegenwart zu verbringen.

Warum – so frage ich durch das Buch – warum suche ich Gott so, wie es die Männer der katholischen Kirche festgelegt haben, warum höre ich nicht auf meine Stimme, warum ist meine Stimme so schnell Verführung und Stimme des Bösen, aber was sich irgendwann einmal Kirchenmänner und Mystiker mit eben ihrer Stimme gedacht haben, das ist die Stimme des Heiligen Geistes. Wo ist der Heilige Geist, der mir sagt, wann ich recht habe und wann nicht? Redet er nur mit dem Papst? Haben all diese Kirchenmänner eine andere Stimme nämlich eine inspirierte? Glaube ich das wirklich?

Ich habe mir vorgenommen ein Tagebuch zu führen, in dem ich versuche, der Stimme meiner Intuition und meiner Gedanken und Gefühle als inspirierter Stimme des Guten zu trauen. Zunächst mit Hilfe der Journaling Prompts von der Website der Autorin von Ink and Honey. So lange zu horchen, bis ich die Weisheit Gottes höre. So lange zu schauen bis ich die Weisheit Gottes sehe. Und die Liebe! Jesus und Maria, mein Herzgefühl, mein Bauchgefühl und mein gesunder Menschenverstand werden mir helfen.

Hier bin ich, Gott, ich mache mich bereit!

Zur Fastenzeit verzichte ich auf Selbsthass und übe mich in Bewusstsein von Gottes Gegenwart.


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